EINMAL SOMMER ZUM MITNEHMEN, BITTE!

Freitag, 23. September 2016

Salt in the air,
Sand in my hair

Stell dir vor, du könntest den Sommer in ein Weck Glas einpacken, alle Erinnerungen und Erlebnisse die du die warmen Monate über gemacht hast. Alles fest verschlossen und luftdicht verpackt. Wie früher, wenn du bei Oma warst und sie Marmelade eingekocht hat. Der Duft der Erdbeeren hing in der ganzen Küche, verteilte sich gleichmäßig im ganzen Raum. Du sahst am Esstisch und durftest ein paar von den kleinen roten Leckereien naschen. Die Fenster und die Tür zum Garten standen weit offen, die weißen Gardinen wogen sich in der Brise des Sommerwindes und die Vögel zwitschern melodisch im Hintergrund. Und dann wurde die frische Marmelade feinsäuberlich in das alte Holzregal im Keller gestellt. Dort wartete sie dann, Tage oder Wochen auf ihren Einsatz. Bis man wieder Lust auf den Geschmack bekam, den Geschmack von selbst gemachter Marmelade, den Geschmack von Sommer, den Geschmack von Leichtigkeit und Unbeschwertheit.


Was würdet ihr gerne für immer in ein Glas einpacken? Um dann an kalten, nassen Wintertagen an euer Regal gehen zu können und euch eure liebsten Sommer Erinnerung zurück zu holen. Eine kleine Auszeit in dem grauen Alltag. Ihr setzt euch auf euer Bett, öffnet vorsichtig den Verschluss eures Marmeladen Glases. Euch kommt die warme Sommerluft entgegen, es riecht nach Heckenrosen, leise dringt Musik in euer Ohr.

Ain't nobody, loves me better, makes me happy, makes my feel this way...

Ihr vernehmt leise die Gespräche, nur Wortfetzen, Lachen, Lebenslust. Die Erinnerungen an den lauen Sommerabend kommen wieder, als seid ihr gerade selber mitten dabei. Tanzen, mit den Füßen im Wasser. Gläser klirren, anstoßen. Cocktails. 

Ihr atmet tief dieses Gefühl ein und schließt dann euer Glas vorsichtig wieder. Sorgsam wird es zu den anderen beschrifteten Gläsern gestellt. 

Sonnenuntergang am Strand 2014.

Das große Picknick im Park mit allen Freunden 2013.

Das White Dinner 2015 und 2016.



Erlebnisse, die ich diesen Sommer in meinem Weck Glas fest verschließen möchte.


#1 Sonnenuntergänge am Strand. Tut mir leid, aber es gibt nicht schöneres als wenn die Sonne die Landschaft in rot-oranges Licht taucht. Das Meer vor einem glitzert in diesen Farben mit. Im Hintergrund passiert ein Fisch Kutter die untergehende Sonne. Aus den Strandkörben neben einem hört man Lachen, gute Laune und Musik. 

#2 Cocktails trinken, während man den Sonnenuntergang beobachtet. Es gibt so viele schöne Strand Bars, die auch mal außergewöhnlichere Drinks haben und dazu noch Tapas oder andere Kleinigkeiten zu essen anbieten.

#3 Erdbeeren pflücken gehen. Man bahnt sich vorsichtig den Weg durch die kleinen Gänge, die mit Stroh ausgelegt sind, auf der Jagd nach den größten und reifsten Beeren.Und dabei landet die Hälfte gleich in eins im Mund statt im Körbchen.

#4 Sport machen am Meer. Egal ob joggen, Stand-up Paddling oder Yoga am Strand. Mehr draußen sein und mehr bewegen.

#5 Picknick am Strand, mit allem drum und dran. Decken, Kissen, Kerzen, guter Musik, leckeren Drinks und sommerlichem Essen.




#6 Sterne beobachten! Und am besten noch eine Sternschnuppe sehen.

#7 Limonade selber machen. Die einfachste und gesündeste Variante um sich immer Sommer schön frisch zu halten.

#8 Draußen essen. Egal ob im eigenen Garten, auf dem eigenen Balkon, im Park oder am Strand. Irgendwie schmeckt es doch auch gleich viel besser, oder nicht?

#9 Sich durch das gesamte Eissortiment seiner Lieblingseisdiele zuprobieren. Könnte zum Problem werden, wenn man nicht nur einen Lieblingsladen hat... sondern vier!

#10 Sich in den nächsten Strandkorb zu schmeißen, mit einem guten Buch in der Hand und es endlich mal wieder schaffen eins durchzulesen. Wenn nicht am Strand beim Bräunen, wann dann?


Outfit details:

Blouse - Zara
Trousers - H&M
Sunglasses - Ray Ban
Watch - Michael Kors
Necklace - Bijou Brigitte 





LET'S PICNIC!

Donnerstag, 15. September 2016

Was macht an warmen Sommertagen am meisten Spaß? Ja, schwimmen im Pool ist schon nicht schlecht. Nächster Versuch. Auch Eis essen und bräunen ist eine gern gesehene Tätigkeit bei Sonnenschein. Aber was passiert, sobald die ersten Sonnenstrahlen hinter den Wolken herschauen, die Temperaturen langsam hochklettern und die ersten Kleider und Röcke ausgeführt werden? Richtig: in jedem Café, Bistro oder Restaurant wird die Terrassen Saison eingeläutet. Die Garten Tische werden vom Staub und den Blättern der letzten Wochen befreit, die Polster werden ausgeklopft und die Sonnenschirme aufgespannt. Überall wird wieder Aperol und Hugo bestellt und spätestens dann weiß man: es ist wieder Zeit für den Sommer und laue Nächte im Freien. 


Und nun zum nächsten Quiz. Was ist noch besser als draußen im Restaurant zu sitzen und zu speisen? Na gut, ich spann euch jetzt nicht allzu lange auf die Folter. Ich denke der Posttitel und das Foto haben euch auch genug Hinweise gegeben ;) Natürlich Picknicken! Egal ob im Park, auf einer schönen Wiese neben einem Getreidefeld, bei Freunden im Garten, am Baggersee oder auch am Meer. Essen unter freiem Himmel schmeckt ja bekanntlich doppelt so gut. 



Mein Freund und ich haben einen gemeinsamen freien Abend mit einem romantischen Picknick zu zweit am Strand zelebriert. Das erfordert natürlich einiges an Vorbereitungen, aber dafür kann sich das Ergebnis doch sehen lassen, oder?

Damit ihr für euer nächstes Picknick Abenteuer gewappnet seid, habe ich die wichtigsten Picknick Tipps für euch zusammengefasst. 



Grundausstattung:

  • Eine Picknickdecke. Diese eignet sich am besten, da die meisten von unten wasserabweisend sind und somit die Nässe oder Feuchtigkeit nicht hochsteigen kann.
  • Ein Picknickkorb oder eine andere Tasche zum Transportieren von Geschirr, Gläsern, Dekoration und Essen&Getränke
  • Und somit natürlich auch Geschirr, Gläser und Besteck.
  • Kissen und Decken, damit es schön kuschlig und warm bleibt, auch in kühleren Abendstunden.
  • Windlichter, denn sobald die Sonne untergegangen ist, ist es doch schnell so dunkel, dass ein bisschen Kerzenschein nicht schaden kann. Und natürlich bedarf es dafür auch einen Feuerzeug.
  • Servietten oder Zewa
  • Korkenzieher/Flaschenöffner
  • Eine kleine Musikbox, an der ihr euer Smartphone anschließen könnt
  • Mülltüten, denn man verlässt seinen Picknick Ort genau so, wie man ihn vorgefunden hat
  • Kühlboxen zum Transportieren von Essen oder ggf. Kühlakkus.


Liebe geht durch den Magen:

Vor allem ein Picknick am Strand macht besonders hungrig, das dürfen wir der guten Seeluft zuschreiben. Nach einem entspannten Tag am Meer, mit viel Sonnenschein ist ein Picknick ein gelungener Abschluss. Das Zauberwort dafür ist: Fingerfood. Es ist einfach zu verzehren, meistens auch ohne Teller und Besteck.

  • War's gefüllt mit Frischkäse, Salat, Gurke, Tomate und Feta
  • Selbstgemachter Nudelsalat z.B. mit Mandarinen, Erbsen und Gouda. Am besten direkt abgepackt in kleine Weck Gläser.
  • Mini Frikadellen auf kleinen Spießchen.
  • Baguette zum Knabbern z.B. auch mit einem schönen Dip oder einer Aioli 
  • Ein kleine Käseplatte mit Weintrauben, Tomaten und Crackern
  • Mini Sandwiches verschieden belegt, gerne auch mit einer vegetarischen Variante
  • Frisches Obst: Erdbeeren, Blaubeeren, Apfel, Wasser- und Honigmelone, Himbeeren und und und ...
  • Cocktail Tomaten und kleine Mozzarella Kugeln in Kräutern und gutem Olivenöl einlegen und in kleine Weck Gläser abfüllen

Eisgekühlter Bommerlunder.... Bommerlunder eisgekühlt!

Natürlich braucht man für ein perfektes Picknick nicht zwangsweise diesen Kümmelbranntwein, da gibt es durchaus gute Alternativen. Aber ich wollte euch einen kleinen Ohrwurm verschaffen. Und hat's geklappt? :D

  • Six Berrys von der Sansibar, aufgefüllt mit frischem Obst und Eiswürfel
  • Die Sommergetränke schlechthin: Aperol Spritz und Hugo
  • Ein gutes Glas Wein
  • Bier für die Männer unter uns


Und fertig ist ein schöner Abend mit leckerem Essen, gut gekühlten Drinks und den besten Freunden, der Familie oder mit dem Freund/der Freundin.
Was wir in diesem ganzen Szenario jetzt natürlich außer acht gelassen haben ist der Geschirrberg den wir in der Küche hinterlassen haben. Die ganzen Vorbereitungen und das abfüllen in kleine Gläschen oder Tupper Dosen nimmt schon ganz schön viel Geschirr in Anspruch. Aber ich kann euch absolut versichern: es lohnt sich! 



Was man auch nicht unterschätzen sollte: Der Weg zum ausgewählten Picknick Ort. In meinen Augen haben wir DEN perfekten Picknickplatz gefunden. Nicht zu weit weg von der Wohnung, gut mit dem Auto zu erreichen (wo wir schon beim ersten Problem wären: einer muss fahren!). Das heißt auch wiederum, einer darf nur ganz wenig leckeren pinken Mädchensekt mit Früchten trinken. Ihr könnte euch denken, wer das kürzere Streichholz gezogen hat oder?




Auf jeden Fall ist das schöne Flecken Erde prädestiniert für laue Sommernächte mit Traum Sonnenuntergängen. Abends ist dort nichts mehr los, man hat den ganzen Strand und die ganzen Strandkörbe für sich allein. Im Hintergrund hat man die geschützte Dünenlandschaft, wo sich sachte der Strandhafer im Wind wiegt. Das nächste große Problem dabei: die Dünen. 

Denn auch wenn sie dem Küstenschutz dienen und mit zur Strandlandschaft gehören wie das Meer: mann muss erst über sie hinüber, um an den Strand zu gelangen. Stellt euch also nun zwei junge Leute vor, die ein kleines Auto voll bepackt haben mit Picknickutensilien und jetzt einen Lack Tisch von Ikea, zwei Taschen mit Essen, Geschirr, Besteck und Kissen und Decken, eine Kühltasche und eine Kameratasche vom Parkplatz über einen kleinen Wanderweg, die steile Düne rauf schleppen und auf der anderen Seite wieder runter purzeln. Dann kann man auch verstehen, warum wir unser Picknick so lange wie möglich genossen haben.




THE PLACE TO BE

Sonntag, 10. Juli 2016

Wer etwas auf sich hält, fährt hierhin. Die Insel der Reichen und Schönen. Nur die gut betuchten unserer Gesellschaft in Deutschland verkehren hier. Der exklusive Kreis trifft sich mehrmals im Jahr in diversen Sterne-Restaurants, In-Bars auf der Whiskey-Meile und den angesagtesten Clubs und Bistros der Insel. 

Das Vorurteil der Insel. 

Sylt hat auch andere Seiten. Kilometerlange Sandstrände, perfekt für lange Hundespaziergänge, malerische landschaftliche Kulissen, die schönsten Sonnenuntergänge   der ganzen Nation. Heidelandschaften, Salzwiesenlämmer. Ein Urlaubsort für jedermann, nicht nur für die oberen tausend.

Doch die andere Seite kann man auch nicht leugnen.


Wer dazu gehören möchte, lässt sich mit seinem Porsche in Kampen blicken. Einmal Show-Fahren auf dem Strönwai und danach auf ein Glas Champagner in den Rauchfang oder in die Sturmhaube. Das ein Gläschen von dem edlen Tropfen durchaus mal 20€ kosten kann, wird nicht mal mit einem Auge beachtet. Danach darf die Damen von heute in ihren Louboutins zum Hermès und Gucci Store schlendern. Das wichtigste Accessoires? Die Louis Vuitton Speedy Bag im Handgelenk. Für den Abend wurde spontan am Nachmittag ein Tisch für 6 Personen in der Sansibar reserviert. Natürlich in der Hauptsaison kein Problem, wenn man den richtigen Namen hat oder die richtigen Leute kennt ( ansonsten muss man mehrere Wochen bis Monate im voraus reservieren). Vitamin B. 


Auch das ist Sylt, auch das gehört zu dieser Insel mit den unglaublich vielen Facetten. Ich interessiere mich für Mode, kleide mich gerne gut und chic. Eine Designertasche? Darf auch gerne über meiner Schulter baumeln. Meine Michael Kors Taschen sind mir heilig, meine UGG Boots für den Winter hege und pflege ich wie meinen Augapfel. Mein Blazer von Guido Maria Kretschmer? Ziehe ich nur zu besonderen Anlässen an.

Auf der Insel definitiv nichts besonderes. Im Gegenteil, es ist eher so, dass man komisch beäugt wird, wenn kein Label an einem sichtbar zu sehen ist. Die abwertenden Blicken von Leuten, denen man anmerkt, dass sie sich für etwas besseres halten als einen selbst. Dieser Blick, der einen von Kopf bis Fuß abscannt und schnell überschlagen wird, wie viel das Outfit wohl gekostet hat. Offensichtlich zu wenig. Man merkt es ihnen an. 

Verlässt man diese Insel für ein paar Tage, fährt in eine andere Region Deutschlands, dreht sich das ganze Bild. Auch dort wird man beobachtet. Auch dort wird man bewertet. Auch dort sehen sie die Designertasche an meinem Handgelenk. Aber dort bin ich nicht diejenige mit dem zu günstigen Outfit, nein, dort bin ich diejenige, die sich etwas auf diesen Designer einbildet. Vielleicht sehen sie in mir das verzogene Mädchen, das sich alles von Mama und Papa finanzieren lässt. 


Ja, ich bin Auszubildende. Ja, ich besitze mehrere Designer Teile, die alle nicht billig waren. Was die Leute um mich herum aber nicht wahr haben wollen: Ich habe mir das alles hart erarbeitet. Habe mein Geld sorgsam zur Seite gelegt. Während ich mein Abitur gemacht habe bin ich nebenbei arbeiten gegangen. Aber nicht, um das ganze Geld an einem Wochenende wieder im Club auf den Kopf zu hauen. Dort habe ich einfach andere Prioritäten gesetzt.

Statussymbole sind doch dafür da, dass wir ausdrücken können, wer wir sind. Jeder möchte seine "Art" des Reichtums anders ausdrücken und seine Stellung in der Gesellschaft verstärken. Und warum das nicht durch materielles Gut deutlich machen. Der eine fährt einen dicken Porsche, der nächste legt wert auf seine Prada Tasche und der dritte möchte mit seiner Bali Reise zeigen, was ihm wichtig ist.


Doch all diese Statussymbole, auf die wir selber stolz sind, für die wir hart gearbeitet und auf andere Dinge verzichtet haben, können in anderen Neid und Missgunst auslösen. 

"Schau mal, wie die da mit ihrer Louis Vuitton Tasche auf und ab läuft. Die bildet sich aber ganz schön was darauf ein."

Und schon bewirkte das, womit wir uns Anerkennung erhofft hatten, das Gegenteil. Aber sollten wir nicht jedem das gönnen, auf das er stolz ist? Möchte nicht jeder irgendwie dazu gehören?

Also gönne ich der blonden Frau ihren chicen schwarzen Mini, dem jungen Mädchen in meinem Alter ihren Burberry Schal und dem älteren Herren seinen gepflegten Garten und erfreue mich selber an meinem Besuch in der Sansibar - mit einer Erdbeerbowle in der einen und einer Michael Kors Tasche in der anderen Hand.