THE PLACE TO BE

Sonntag, 10. Juli 2016

Wer etwas auf sich hält, fährt hierhin. Die Insel der Reichen und Schönen. Nur die gut betuchten unserer Gesellschaft in Deutschland verkehren hier. Der exklusive Kreis trifft sich mehrmals im Jahr in diversen Sterne-Restaurants, In-Bars auf der Whiskey-Meile und den angesagtesten Clubs und Bistros der Insel. 

Das Vorurteil der Insel. 

Sylt hat auch andere Seiten. Kilometerlange Sandstrände, perfekt für lange Hundespaziergänge, malerische landschaftliche Kulissen, die schönsten Sonnenuntergänge   der ganzen Nation. Heidelandschaften, Salzwiesenlämmer. Ein Urlaubsort für jedermann, nicht nur für die oberen tausend.

Doch die andere Seite kann man auch nicht leugnen.


Wer dazu gehören möchte, lässt sich mit seinem Porsche in Kampen blicken. Einmal Show-Fahren auf dem Strönwai und danach auf ein Glas Champagner in den Rauchfang oder in die Sturmhaube. Das ein Gläschen von dem edlen Tropfen durchaus mal 20€ kosten kann, wird nicht mal mit einem Auge beachtet. Danach darf die Damen von heute in ihren Louboutins zum Hermès und Gucci Store schlendern. Das wichtigste Accessoires? Die Louis Vuitton Speedy Bag im Handgelenk. Für den Abend wurde spontan am Nachmittag ein Tisch für 6 Personen in der Sansibar reserviert. Natürlich in der Hauptsaison kein Problem, wenn man den richtigen Namen hat oder die richtigen Leute kennt ( ansonsten muss man mehrere Wochen bis Monate im voraus reservieren). Vitamin B. 


Auch das ist Sylt, auch das gehört zu dieser Insel mit den unglaublich vielen Facetten. Ich interessiere mich für Mode, kleide mich gerne gut und chic. Eine Designertasche? Darf auch gerne über meiner Schulter baumeln. Meine Michael Kors Taschen sind mir heilig, meine UGG Boots für den Winter hege und pflege ich wie meinen Augapfel. Mein Blazer von Guido Maria Kretschmer? Ziehe ich nur zu besonderen Anlässen an.

Auf der Insel definitiv nichts besonderes. Im Gegenteil, es ist eher so, dass man komisch beäugt wird, wenn kein Label an einem sichtbar zu sehen ist. Die abwertenden Blicken von Leuten, denen man anmerkt, dass sie sich für etwas besseres halten als einen selbst. Dieser Blick, der einen von Kopf bis Fuß abscannt und schnell überschlagen wird, wie viel das Outfit wohl gekostet hat. Offensichtlich zu wenig. Man merkt es ihnen an. 

Verlässt man diese Insel für ein paar Tage, fährt in eine andere Region Deutschlands, dreht sich das ganze Bild. Auch dort wird man beobachtet. Auch dort wird man bewertet. Auch dort sehen sie die Designertasche an meinem Handgelenk. Aber dort bin ich nicht diejenige mit dem zu günstigen Outfit, nein, dort bin ich diejenige, die sich etwas auf diesen Designer einbildet. Vielleicht sehen sie in mir das verzogene Mädchen, das sich alles von Mama und Papa finanzieren lässt. 


Ja, ich bin Auszubildende. Ja, ich besitze mehrere Designer Teile, die alle nicht billig waren. Was die Leute um mich herum aber nicht wahr haben wollen: Ich habe mir das alles hart erarbeitet. Habe mein Geld sorgsam zur Seite gelegt. Während ich mein Abitur gemacht habe bin ich nebenbei arbeiten gegangen. Aber nicht, um das ganze Geld an einem Wochenende wieder im Club auf den Kopf zu hauen. Dort habe ich einfach andere Prioritäten gesetzt.

Statussymbole sind doch dafür da, dass wir ausdrücken können, wer wir sind. Jeder möchte seine "Art" des Reichtums anders ausdrücken und seine Stellung in der Gesellschaft verstärken. Und warum das nicht durch materielles Gut deutlich machen. Der eine fährt einen dicken Porsche, der nächste legt wert auf seine Prada Tasche und der dritte möchte mit seiner Bali Reise zeigen, was ihm wichtig ist.


Doch all diese Statussymbole, auf die wir selber stolz sind, für die wir hart gearbeitet und auf andere Dinge verzichtet haben, können in anderen Neid und Missgunst auslösen. 

"Schau mal, wie die da mit ihrer Louis Vuitton Tasche auf und ab läuft. Die bildet sich aber ganz schön was darauf ein."

Und schon bewirkte das, womit wir uns Anerkennung erhofft hatten, das Gegenteil. Aber sollten wir nicht jedem das gönnen, auf das er stolz ist? Möchte nicht jeder irgendwie dazu gehören?

Also gönne ich der blonden Frau ihren chicen schwarzen Mini, dem jungen Mädchen in meinem Alter ihren Burberry Schal und dem älteren Herren seinen gepflegten Garten und erfreue mich selber an meinem Besuch in der Sansibar - mit einer Erdbeerbowle in der einen und einer Michael Kors Tasche in der anderen Hand.




A HOME WITHOUT A DOG IS JUST A HOUSE

Donnerstag, 30. Juni 2016

" Ich bin das mittlere Kind von uns Vieren. Einen jüngeren Bruder und zwei ältere Schwestern. Wir kriegen uns zwar manchmal in die Haare, manchmal auch öfter, aber ich bin so froh mit Geschwistern aufgewachsen zu sein! Als Einzelkind muss man es doch echt langweilig haben. Ich bin wirklich glücklich in unserer Großfamilie. Und... wie viele Geschwister hast du?"

" Ich habe einen kleineren Bruder. Also, na ja nicht im direkten Sinne. Ich habe einen Hund. Aber er ist für mich ein vollständiges Mitglied unserer Familie, wie ein Bruder."


Ich ernte komische Blicke. Und das auch nicht zum ersten Mal. Ich bin mit dieser Situation schon gut vertraut. Die Frage nach Geschwistern wirbelt desöfteren rege Diskussionen auf. Sobald klar ist, dass man keine Schwester oder keinen Bruder hat, wird der "Einzelkind" Stempel auf die Stirn gedrückt. Und mit ihm alle gängigen Vorurteile.

"Ach, dann bist du so ein verhätscheltes Mama-und-Papa Kind. Die sind immer alle sehr verzogen und egoistisch. Kein Wunder, sie kriegen ja auch alles was sie sich wünschen."


Nach einer gewissen Zeit wird man müde zu erklären, das man diese Sichtweise nicht auf alle Einzelkinder dieser Welt beziehen kann. Man kann nun mal nicht alle über einen Kamm scheren, wie es doch so schön heißt. Es kommt auch auf die Erziehung der Eltern an und welche Werte sie ihren Kinder mit auf den Weg geben. Eigentlich ist es sogar genau anders herum. Meistens sind Einzelkinder sogar weniger egoistisch als andere, weil sie gerne teilen, da sie selten zu kurz gekommen sind. Aber über solche Vorurteile und was wirklich dahinter steckt, diskutieren schon zig Psychologen vor uns.



Daher habe ich mir angewöhnt, bei solchen Fragen zu antworten, dass ich einen kleinen Bruder in Form eines West Highland White Terriers, kurz Westie, habe. Damit sind die Menschen erst mal auf den Hund konzentriert und nicht auf den Aspekt, dass ich ein Einzelkind bin. Gewusst wie, sage ich dazu nur! Es ist immer eine Frage dessen,  wie man bestimmte Sachen rüber bringt und sie verkauft.

Aber für mich sind Hunde wirklich alles. Ohne einen aufgewachsenen zu sein kann ich mir heute auch gar nicht mehr vorstellen, denn seit meiner Geburt habe ich immer einen kleinen Begleiter an meiner Seite.





Für meinen Hund Timmy gibt es fast nichts besseres als den ganzen Tag draußen unterwegs zu sein und noch besser ist es natürlich, wenn dieses "draußen" der Strand ist. Er liebt es den Sand unter seinen Pfötchen zu haben, darin zu buddeln und sich in den warmen Sand zu kuscheln. Er rennt auch immer hinter den Wellen her, vielleicht kriegt man ja auch mal eine gefangen... Noch besser wäre natürlich eine Möwe! Seine kleinen schwarze Nase ist dann voller kleiner Sandkörner und nach dem Spaziergang wird sich selig ins Körbchen gelegt. 



Genauso gerne wie Strandspaziergänge hat er übrigens auch solche Mauern, wie auf dem Foto oben drüber. Er stellt sich immer auf seine Hinterläufe und versucht drüber zu linsen, was es denn auf der anderen Seite wohl gibt. Leider ist er selbst dann immer noch zu klein, um rüber schauen zu können... Da funktioniert das schon deutlich besser bei Friesenwällen, da diese meistens nicht so hoch sind. Sonst ist er einem aber auch sehr sehr dankbar, wenn man ihn auch eine solche Mauer drauf hebt und er nun alles überblicken kann. Manchmal ist es schon doof, ein kleiner Hund zu sein, ne?



Dann mal zu ein paar Worten zu meinen "Gassi-geh-Outfit". Ich finde es muss nicht immer nur praktisch und zweckmäßig sein, wenn man mit dem Hund raus geht. Natürlich, wenn man vor hat, sich mit ihm auf den Boden zu schmeißen und im Laub zu wühlen, dann braucht man definitiv keine schöne weiße Bluse. Aber ansonsten sind Hunde Besitzer oft nur in Neon blau-grünen Regenjacken und Wanderboots unterwegs, weil es halt schnell gehen muss und zum Spazieren gehen braucht man sich ja nicht chic machen... Doch! Genau da sollte man sich auch mal schön anziehen. Hunde Spaziergänge sind doch prädestiniert dafür mit anderen Hunde Menschen ins Gespräch zu kommen, mit denen man im Einkaufszentrum einfach nur einen Blick ausgetauscht hätte und weiter gegangen wäre. Aber mit Hund hat man sofort ein Gesprächsthema und muss ja "zwangsweise" stehen bleiben, wenn die kleinen Vierbeiner sich beschnuppern. Und dabei denkt man vielleicht vor sich so hin, dass das Gegenüber doch eigentlich ganz nett aussieht und erst dieser süße süße Hund. Und dann denkt man an seine hässliche Regenjacke die aus den 80ern sein könnte....












Also nur Mut, auch mal etwas schöneres zum Spaziergang anzuziehen. Wenn sonniges Wetter ist müsst ihr auch keine Regenjacke und Gummistiefel an haben, chice Ballerinas und ein nettes Lächeln helfen euch eher dabei, euren Traumprinzen und Traumhund zu finden, versprochen! ;) So kann der Hunde Spaziergang mal schnell zum Dating Portal werden und das beste dabei ist auch noch, dass ihr an der frischen Luft seid und euch und eurem Hund etwas gutes tut. Was will man/frau/Hund mehr?


Outfit details:

Jacket - H&M (Similar here)
Blouse - Zara (Similar here)
Jeans - Hallhuber (Similar here)
Sneakers - Tamaris (Similar here)
Watch - Jette Joop (Same here)
Sunglasses - Burberry (Same here)



HAPPY TIME

Dienstag, 21. Juni 2016

Was macht dich glücklich? Also so richtig richtig glücklich? Mit strahlenden Augen, breitem Grinsen im Gesicht, Aufregung, die sich im ganzen Körper funkenartig verteilt, wie bei einer Wunderkerze. Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht? Gibt es diesen einen Augenblick, der dich immer wieder strahlend lässt? Du brauchst nur daran zurück denken und ein leichtes Grinsen macht sich auf deinen Lippen breit. Es müssen nicht immer die größten Ereignisse sein, oftmals sind es, wie man so schön sagt, die kleinen Dinge im Leben, die uns strahlen lassen. Es muss also nicht die bestandene Prüfung oder die lang ersehnte Beförderung im Job sein, warum macht uns nicht die aufgehende Sonne glücklich, die uns verspricht einen tollen Tag zu bescheren mit ganz vielen kleinen Glücksmomenten. Wir müssen nur bewusster durch unser Leben geben und unsere Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen.



Wir sollten weniger Zeit damit verbringen Probleme aus der Vergangenheit zu wälzen und immer wieder durchzugehen oder uns um unsere Zukunft Sorgen zu machen, denn wer mit den Gedanken immer in einer anderen Zeit hängt, kann gar keine Augen dafür haben, was schönes um ihn herum passiert. Dadurch verpassen wir einfach so Moment, die uns glücklich machen können. Und damit können wir auch keine Zufriedenheit oder Begeisterung ausstrahlen. Also einfach mal bewusst lächeln, ganz ohne ersichtlichen Grund. Dadurch entstehen gleich richtige Glücksgefühle, denn das Gehirn erkennt nicht, ob es sich um ein echtes Lächeln handelt. Also den Körper mal ganz geschickt austricksen und sich zu seinem Glück "zwingen".



Freuen wir uns einfach über das was wir im Leben haben, statt mit neiderfülltem Blick oder Missgunst auf andere zu schauen. Es wird immer Leute im Leben geben, die mehr haben als man selbst, die sich das Traumhaus leisten können, was man selbst gerne hätte oder  das Auto mal gerade so nebenbei kaufen, wofür man selber seit Monaten drauf spart. Trotzdem sollte man sich nicht darüber ärgern, sondern dann anfangen noch härter dafür zu arbeiten. Also sehen wir doch das Positive im Leben! :)



Kleine Dinge im Leben, die mich glücklich machen:

1. Morgens zu sehen, wie die Sonne langsam hinter den Wolken zum Vorschein kommt, während Hasen auf einer großen Wiese miteinander spielen, sich gegenseitig putzen und am Grashalm knabbern. Und das als meinen Arbeitsweg bezeichnen zu können.

2. Die wunderschönen Häuser in Keitum. Mit ihren perfekt gepflegten Gärten, üppigen Blumenbeeten, Friesenwall und Reetdächern. 

3. In den letzten Wochen die wunderbar frühlingshaften Temperaturen ( hat sich leider etwas geändert, aaaaber da kommen wieder sonnige Tage auf uns zu!). Und das man dadurch nicht mehr mit zig Klamotten Schichten rum laufen muss.

4. Glitzer Sneaker! Muss ich dazu noch mehr sagen? Absolutes Statement diese Saison und ein schöner Hingucker für casual Looks.

5. Und wo wir gerade bei Schuhen sind: Endlich können wir wieder unsere Ballerinas, Sandalen, Flip Flops, Pumps und leichte Boots aus dem Schrank suchen. Zeit euch alle wieder auszuführen!





6. Mein Freund hat mich an unserem freien Abend mit einem leckeren Beeren Cocktail überrascht mit schöner frischer Minze und Erdbeeren. Danach hat er auch noch für uns beide gekocht, was kann einen glücklicher machen, als ein bisschen verwöhnt zu werden?

7. Zeit mit der Familie! Damit inkludiert ist mein kleiner weißer Hund Timmy, der gerade bei mir auf Sylt etwas "Urlaub" gemacht hat. Lange Strandspaziergänge mit einem Begleiter, der sich so so sehr darüber freut, im Sand zu buddeln und neben den Wellen her zu rennen. Da ist man ständig nur am grinsen, weil man auch selber Spaß dabei hat.

8. Passend dazu: An der Nordsee zu wohnen und zu leben! Wenn einem danach ist, dann kann man in maximal 10 Minuten am Meer stehen, sich den Wind ins Gesicht wehen lassen und auch mal einen klaren Gedanken fassen, wenn man einen Moment Ruhe braucht. 

9. Das Gefühl, wenn man ein wirklich richtig richtig gutes Buch zu Ende gelesen hat. Einerseits freut man sich, dass man weiß wie die Geschichte ausgegangen ist, andererseits lässt einen das Buch, weil es mitreißende ist, einfach so zurück. Das Beste: wenn es einen zweiten Teil gibt! Und man als nächstes direkt im Buchladen steht und es auch vorrätig ist.

10. Das mein Outfit farblich wunderschön mit dem Flieder harmoniert. Matchy-Match zwischen Blume und Jacke, das kann nur einer Perfektionistin wie mich glücklich machen :D



Glücklich sein kann so einfach sein, wenn man sich darauf einlässt und mit der richtigen Einstellung durchs Leben geht. Es ist ja wie vieles im Leben, alles nur eine Sache der Perspektive mit der man die Dinge betrachtet. Nur leider gehen in meinen Augen viel zu viele Leute mit einer negativen Sichtweise an viele Situationen heran. Da wird sich nur über die allerbesten und aller größten Erfolge gefreut, aber die kleinen Momente auf dem Weg dahin werden als nicht nennenswert erachtet. 



Was mich auch glücklich macht, sind die Fotos, die von diesem Outfit entstanden sind. Besonders die Locations haben es mir angetan. Die schönen alten Kapitänshäuser in Keitum bieten einfach eine so schöne Kulisse, da könnt ihr Punkt 2 bestimmt jetzt gut nachvollziehen oder? Mein Freund hat sich bestimmt auch sehr über diesen Nachmittag gefreut... "Schaaaatz, ein Foto da vorne noch ok? Nur ganz kurz, das Licht fällt da gerade so perfekt!" Ob dies für ihn so ein kleiner Glücksmoment war, stelle ich nun mal zweifelnd in den Raum... Aber er ist mit der Zeit auf jeden Fall in seiner Rolle aufgegangen "Geh nochmal ein paar Schritte weiter nach rechts, sonst habe ich die Mülltonne mit drauf. Und das willst du doch sicher nicht oder?" Was soll ich dazu noch sagen? Er kennt mich und die Perfektionistin in mir wohl doch ziemlich gut!




Outfit details:

Jacket - H&M
Blouse - Zara (Similar here)
Scarf - Gucci (Similar here)
Trousers - H&M (Same here)
Sneakers - Tamaris (Similar here)
Watch - Jette Joop  (Same here)
Sunglasses - Burberry (Same here)